August 2026
Notizen
Kurze Einträge über Fahrten, Orte und Gedanken – gesammelt über die Zeit. Zum Lesen einfach auf einen Titel klicken.
September 2026
Der Erste Sonnenaufgang und Cabriowetter - Ein perfekter Tag
06. September 2026
Manchmal braucht es keinen besonderen Anlass. Nur einen sonnigen Morgen, das Versprechen eines warmen Spätsommertages und die Lust, einfach loszufahren.
An diesem Sonntag sind meine Frau und ich um 10:30 Uhr in Söding gestartet. Kein Ziel, das schnell erreicht werden musste. Keine Autobahn. Kein Zeitdruck. Nur eine geplante Rundfahrt durch die wunderschöne Steiermark, das Verdeck geöffnet, das Windschott aktiviert und die Vorfreude auf jeden einzelnen Kilometer.
Die Strecke führte uns über Fernitz, Laßnitzhöhe, Gleisdorf, St. Ruprecht an der Raab und schließlich durch die Weizklamm. Ein Abschnitt, der stellenweise überraschend eng ist, aber genau deshalb seinen ganz besonderen Reiz entfaltet. Kurve für Kurve wird man dort Teil der Landschaft. Das Lenkrad in den Händen, der Klang des Motors im Hintergrund und die Gewissheit, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.
Als wir gegen Mittag die Teichalm erreichten, zeigte sich die Steiermark von ihrer schönsten Seite. Strahlender Sonnenschein, tiefblauer Himmel und der See, ruhig und glitzernd inmitten der Alm. Wir parkten direkt am Wasser, genossen die Aussicht und nahmen uns bewusst Zeit. Eine kleine Stärkung in der Latschenhütte, ein entspannter Spaziergang rund um den See und natürlich noch ein Eis, bevor die Reise weitergehen sollte.
Fast zwei Stunden verbrachten wir dort, ohne auf die Uhr zu schauen. Einfach den Moment genießen.
Kurz vor 14:00 Uhr ging es weiter über Breitenau am Hochlantsch, Frohnleiten, Gratkorn, St. Oswald bei Plankenwarth und Kalchberg zurück Richtung Heimat. Die Straßen waren wie gemacht für ein Cabrio, die Temperaturen perfekt und jede Kurve erinnerte mich daran, warum dieser Porsche für mich weit mehr ist als nur ein Auto.
Nach rund 168 Kilometern und einer reinen Fahrzeit von etwa 3 Stunden und 26 Minuten kamen wir gegen 16:00 Uhr wieder in Söding an. Entspannt, zufrieden und mit dem Gefühl, einen dieser seltenen Tage erlebt zu haben, an denen einfach alles passt.
Und wie immer nach einer besonders schönen Ausfahrt durfte auch der letzte Teil des Rituals nicht fehlen: Noch einmal zum Tuch greifen, den Wagen reinigen und den Tag dabei in Gedanken Revue passieren lassen.
Als ich mit fünfzehn Jahren von einem 911 träumte, waren es genau solche Momente, die ich mir vorgestellt hatte. Nicht Höchstgeschwindigkeit. Nicht Prestige. Sondern freie Straßen, offene Landschaften, die Menschen, die man liebt, und das unbeschreibliche Gefühl, unterwegs zu sein. Genau dafür ist dieser Wagen gemacht. Und genau deshalb bedeuten solche Tage so viel.
Bald
Dieses Journal wächst mit jeder Fahrt. Neue Geschichten, neue Perspektiven – Schritt für Schritt.











